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11.–18. April 2025 · Norditalien · Reiseleiter: Jonas Thommen · Swissgliders Flugschule

Vom Bergamo-Hinterland über Bassano del Grappa bis nach Domodossola: Mit Swissgliders erlebten wir sieben Tage voller Thermikflüge, unverhoffter Momente und unvergesslicher Abende.

Anreise mit kleinem Umweg

Mit Anhänger im Schlepptau und gut vier Stunden Fahrt auf dem Tacho – plus einer ungewollten Bekanntschaft mit dem italienischen Tempolimit – landete die Swissgliders-Gruppe nicht wie ursprünglich geplant am Monte Maddalena, sondern in der Bergamo-Region. Reiseleiter Jonas Thommen hatte die Lage schnell im Griff: Von ganz oben gestartet, empfingen uns breite Thermikschläuche und erste Flüge von bis zu einer Stunde. Als wäre Norditalien über unsere Ankunft informiert gewesen.

Den Abend liessen wir in Brescia ausklingen – ein kleines, lokales Restaurant mit herzlicher Bedienung und rustikalem Ambiente. Das Menü war im Voraus ausgewählt worden, die Neugier am Tisch entsprechend gross. Die Küche hielt, was die Atmosphäre versprochen hatte.

Von ganz oben gestartet – und sofort mittendrin in der Thermik, die Norditalien so besonders macht.

Bassano del Grappa: Fliegen, Wetter, Wissen

Am Sonntag folgte der Wechsel nach Bassano del Grappa. Nachmittags stiegen wir auf – die Voralpenkulisse als perfekte Bühne. Montag und Dienstag brachten dann das, womit man im April rechnen muss: trübe Wolken, Regen, kein Flugwetter. Doch Jonas wusste die Zeit zu nutzen: Sightseeing in der Altstadt, Theorielektionen rund ums Emagramm, Wetterquiz  und ein ausgiebiger Wellnesstag im Hotel. Gutes Essen im Hotelrestaurant am Sonntag und Montag – am Dienstagabend entschädigte ein Familienrestaurant mit einem Antipasti-Tisch, der keine Wünsche offen liess.

Tipp für Schlechtwettertage: Das Emagramm lesen zu können ist Gold wert. Was Jonas in der Theorielektion vermittelte, macht Schlechtwetter zur echten Lernchance – und den nächsten Flug noch bewusster.

Santa Maria: ein neues Revier, grosse Überraschungen

Mittwoch öffnete Jonas ein neues Kapitel: das Fluggebiet Santa Maria. Die Eindrücke dort werden lange nachwirken. Ein Teilnehmer erwischte den Rückenwind aus Osten und segelte damit vollständig zurück nach Bassano – er sass bereits entspannt da, als der Rest der Gruppe noch im Auto sass. Ein anderer Teilnehmer meisterte eine Landung in sehr schwierigem Gelände – gut ausgegangen, aber eine Erinnerung daran, dass die Berge stets ihren eigenen Rhythmus haben.

Er war schon längst gelandet, als wir noch im Auto sassen – der Wind hatte ihn direkt nach Bassano getragen.

Donnerstag bis Freitag: Strecke, Gipfel und Genuss

Donnerstag bescherte uns endlich wieder richtiges Streckenflugwetter über Bassano – die Gruppe nutzte jeden Meter Luft. Freitag führte der Weg zurück Richtung Monte Cornizzolo: nochmals herrliche Thermikflüge, das Beste fast zum Schluss aufgespart. Einige Teilnehmer setzten sich ein sportliches Ziel und versuchten, das Hotel fliegerisch zu erreichen. Mit unterschiedlichem Erfolg, aber grosser Freude. Das Abendessen im Hotel war vorzüglich – ein würdiger Abschluss eines langen Flugtages.

Samstag: letzter Flug, erste Heimwehgefühle

Früh raus am letzten Morgen. In Domodossola wartete ein letzter, schöner Flug als krönender Abschluss der Reise. Ein Teil der Gruppe verabschiedete sich dort – Zug Richtung Heimat. Die anderen fuhren mit Jonas noch bis nach Thun.

Im Gepäck: müde Arme, volle Herzen und jede Menge Erinnerungen, die keine Kamera vollständig einfangen kann. Wir von Swissgliders freuen uns schon jetzt auf die nächste Reise – und auf alle, die dabei sein werden.

Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser wunderbaren Woche – ihr habt diese Reise zu dem gemacht, was sie war: unvergesslich. Bis zum nächsten Jahr!

Jonas Thommen – Reiseleiter, Swissgliders Flugschule

Vom 13. bis 20. Oktober fand dieses Jahr unsere Flugreise nach Castelluccio statt. Dieses Mal war uns der Wettergott wohl gesonnen, auf der anderen Seite starteten wir mit einer Autopanne. Aber der Reihe nach:

Sobald alles sicher verstaut war im Anhänger fuhren wir gegen 07:30 los Richtung Süden, mit Tagesziel Pisa. Unterwegs hatten wir nach ca. 3-stündiger Fahrt eine kurze Pause eingelegt, worauf beim Losfahren der Motor nicht mehr starten wollte. Nach spontaner Theorie und etwas Wartezeit, ergab die Prüfung vom Pannendienst, dass unsere Batterie vom Lüfter entladen wurde. Nach erfolgreicher Starthilfe, war unser Tagesziel trotz schlechter Batterie Pisa vor Einbruch der Dunkelheit noch zu erreichen. Nach einem kurzen Umweg bei einem Autozubehör-Geschäft, um uns mit Batterie und Booster einzudecken, trafen trafen wir mit 2.5h Verspätung in Pisa ein – ans Fliegen war zu diesem Zeitpunkt leider nicht mehr zu denken. Die Panne war eine erste Herausforderung für die Gruppe, welche mit Bravur gemeistert wurde! 🙂

Nach Bezug der Unterkunft, verbrachten wir einen angenehmen Abend in Pisa.

An nächsten Tag ging’s nach dem Frühstück weiter Richtung Assisi, wo der Monte Subasio auf uns wartete. Dort trafen wir auf einen strammen Westwind, welcher zum Groundhandling am Startplatz sehr gut geeignet war, jedoch zum Starten und Fliegen etwas anspruchsvoll. Ein paar flogen runter die anderen Teilnehmer:innen fuhren mit dem Bus hinunter. Nach ca. 1.5h Fahrt trafen wir schlussendlich in Castelluccio ein.

Die folgenden Tage hatten wir stets sehr gutes Wetter, entweder für genussvolle Thermikflüge in Richtung Norcia oder für Soaring-Sessions an den Hügeln rund um Castelluccio. Die ersten Flugtage starteten wir jeweils mit der entsprechenden Theorie zum Flugtag. Kleinere Gleitschirme konnten während der ganzen Woche von den Teilnehmenden getestet werden, sofern der Wind etwas stärker war.

Auf der Rückreise erkundeten wir schlussendlich zwei weitere sehr schöne Fluggebiete, bis wir schliesslich mit zahlreichen tollen neuen Gleitschirm-Erinerungen in Thun eintrafen. Es war eine super coole Truppe und wir freuen uns schon jetzt auf die nächste Flugreise mit vielen interessanten Menschen, die dieselbe brennende Leidenschaft teilen.