Norditalien 2026 von oben – eine Woche Gleitschirm, Genuss und Abenteuer
11.–18. April 2025 · Norditalien · Reiseleiter: Jonas Thommen · Swissgliders Flugschule
Vom Bergamo-Hinterland über Bassano del Grappa bis nach Domodossola: Mit Swissgliders erlebten wir sieben Tage voller Thermikflüge, unverhoffter Momente und unvergesslicher Abende.
Anreise mit kleinem Umweg
Mit Anhänger im Schlepptau und gut vier Stunden Fahrt auf dem Tacho – plus einer ungewollten Bekanntschaft mit dem italienischen Tempolimit – landete die Swissgliders-Gruppe nicht wie ursprünglich geplant am Monte Maddalena, sondern in der Bergamo-Region. Reiseleiter Jonas Thommen hatte die Lage schnell im Griff: Von ganz oben gestartet, empfingen uns breite Thermikschläuche und erste Flüge von bis zu einer Stunde. Als wäre Norditalien über unsere Ankunft informiert gewesen.
Den Abend liessen wir in Brescia ausklingen – ein kleines, lokales Restaurant mit herzlicher Bedienung und rustikalem Ambiente. Das Menü war im Voraus ausgewählt worden, die Neugier am Tisch entsprechend gross. Die Küche hielt, was die Atmosphäre versprochen hatte.
Von ganz oben gestartet – und sofort mittendrin in der Thermik, die Norditalien so besonders macht.
Bassano del Grappa: Fliegen, Wetter, Wissen
Am Sonntag folgte der Wechsel nach Bassano del Grappa. Nachmittags stiegen wir auf – die Voralpenkulisse als perfekte Bühne. Montag und Dienstag brachten dann das, womit man im April rechnen muss: trübe Wolken, Regen, kein Flugwetter. Doch Jonas wusste die Zeit zu nutzen: Sightseeing in der Altstadt, Theorielektionen rund ums Emagramm, Wetterquiz und ein ausgiebiger Wellnesstag im Hotel. Gutes Essen im Hotelrestaurant am Sonntag und Montag – am Dienstagabend entschädigte ein Familienrestaurant mit einem Antipasti-Tisch, der keine Wünsche offen liess.
Tipp für Schlechtwettertage: Das Emagramm lesen zu können ist Gold wert. Was Jonas in der Theorielektion vermittelte, macht Schlechtwetter zur echten Lernchance – und den nächsten Flug noch bewusster.
Santa Maria: ein neues Revier, grosse Überraschungen
Mittwoch öffnete Jonas ein neues Kapitel: das Fluggebiet Santa Maria. Die Eindrücke dort werden lange nachwirken. Ein Teilnehmer erwischte den Rückenwind aus Osten und segelte damit vollständig zurück nach Bassano – er sass bereits entspannt da, als der Rest der Gruppe noch im Auto sass. Ein anderer Teilnehmer meisterte eine Landung in sehr schwierigem Gelände – gut ausgegangen, aber eine Erinnerung daran, dass die Berge stets ihren eigenen Rhythmus haben.
Er war schon längst gelandet, als wir noch im Auto sassen – der Wind hatte ihn direkt nach Bassano getragen.
Donnerstag bis Freitag: Strecke, Gipfel und Genuss
Donnerstag bescherte uns endlich wieder richtiges Streckenflugwetter über Bassano – die Gruppe nutzte jeden Meter Luft. Freitag führte der Weg zurück Richtung Monte Cornizzolo: nochmals herrliche Thermikflüge, das Beste fast zum Schluss aufgespart. Einige Teilnehmer setzten sich ein sportliches Ziel und versuchten, das Hotel fliegerisch zu erreichen. Mit unterschiedlichem Erfolg, aber grosser Freude. Das Abendessen im Hotel war vorzüglich – ein würdiger Abschluss eines langen Flugtages.
Samstag: letzter Flug, erste Heimwehgefühle
Früh raus am letzten Morgen. In Domodossola wartete ein letzter, schöner Flug als krönender Abschluss der Reise. Ein Teil der Gruppe verabschiedete sich dort – Zug Richtung Heimat. Die anderen fuhren mit Jonas noch bis nach Thun.
Im Gepäck: müde Arme, volle Herzen und jede Menge Erinnerungen, die keine Kamera vollständig einfangen kann. Wir von Swissgliders freuen uns schon jetzt auf die nächste Reise – und auf alle, die dabei sein werden.
Herzlichen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser wunderbaren Woche – ihr habt diese Reise zu dem gemacht, was sie war: unvergesslich. Bis zum nächsten Jahr!
Jonas Thommen – Reiseleiter, Swissgliders Flugschule


















